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DERTOUR Academy Norwegen 2014

DERTOUR Academy Norwegen 2014

Beitragsserien: Europa
DERTOUR ACADEMY NORWEGEN 2014
TRONDHEIM - SCANDIC HOTEL SOLSIDEN

Wir flogen mit der staatlichen SAS über Kopenhagen nach Trondheim, der drittgrößten Stadt Norwegens. Trondheim hat 170 000 Einwohner und war früher schon mal die Hauptstadt von Norwegen. Wir übernachteten im Scandic Hotel Solsiden unweit der Altstadt Bakklandet mit ihren kleinen Cafes und Restaurants. Laut Reiseleitung gibt es in diesem Hotel das beste Frühstück in Norwegen, wovon wir uns überzeugen konnten. Das Frühstück war genial, es wurden z. B. 5 verschiedene Lachse angeboten.

SVERRESBORG, BYMARKA, NIDAROSDOM, CLARION HOTEL

Wir besuchten am nächsten Tag das Freilichtmuseum Sverresborg. Dort wurden über 60 Gebäude aus den letzten beiden Jahrhunderten wieder aufgebaut. Danach ging es hinaus in die Natur, ins westlich von Trondheim gelegenem Waldgebiet Bymarka. Hier machten wir mit Adventure­Tours eine ausgiebige Wanderung um einen See und lernten dort die vielfältige Flora und Fauna kennen. Wir versuchten mit einem Feuerstein Feuer zu machen, schmolzen Wasser aus dem gefrorenen See und machten Tee.

Gegen Nachmittag besuchten wir den Dom von Trondheim, den Nidarosdom, die größte nördliche Kathedrale der Welt. Im Anschluss wurde die Altstadt und die Innenstadt von Trondheim besichtigt. Vor allem die Sauberkeit der Stadt hat mich sehr beeindruckt. Zu empfehlen ist ein Besuch des Rockheim Museums, wo die Höhepunkte der norwegischen Rock und- Popmusik von den fünfziger Jahren bis heute ausgestellt sind.

Am Abend hatten wir einen Empfang im größten Konferenzhotel von Trondheim, dem Clarion Hotel. Dieses Hotel liegt zentral und hat über 400 Zimmer. Von der Sky­Bar hat man einen wunderbaren Blick auf die Stadt. Gegen Mittnacht bestiegen wir unseren Schlafwagen der Nordlandbahn. Das ist die längste Bahnstrecke Norwegens mit 729 km und geht von Tondheim nach Bodö. Die Bahnstrecke bietet eine große Vielfalt an Landschaft, Kultur und Klima. Dabei wird der Polarkreis überquert.

BODÖ - SALTSTRAUMEN, HURTIGRUTEN

In Bodö angekommen machten wir eine kleine Stadtführung und besuchten den 30 km entfernten Saltstraumen. Dabei handelt es sich um den stärksten Gezeitenstrom der Welt, der mit seinem glasklaren Wasser und dem Reichtum an Fischen, ein Paradies für Angler ist. Aufgrund des Fischreichtums ist es auch das größte Brutgebiet für Seeadler auf der Welt.

Mein Tipp für Bodö: Besuchen Sie das Luftfahrtmuseum Es ist aufgeteilt in zivile Luftfahrt und militärische Luftfahrt und hat sehr viele Exponate vor allem aus dem 2. Weltkrieg.

Als wir um 15 Uhr auf den Hurtigruten, der MS Richard With eincheckten, war es schon wieder stockfinster. Dieses Schiff ist ein Schiff mittlerer Größe der Hurtigruten. Es hat 219 Kabinen und kann 590 Personen aufnehmen. Die Hurtigruten haben insgesamt 12 Schiffe und gelten als schönste Seereiserouten der Welt. Mir war nicht bewusst, dass dieses Schiff nicht nur durch die klassischen Kreuzfahrer genutzt werden, sondern auch von Tagestouristen die nur von Hafen zu Hafen pendeln, welche dann nur die Überfahrt ohne Vollpension gebucht haben. Immerhin hält das Schiff von Bodö nach Tromsö in 24 Stunden an 8 Häfen an. Dabei werden die Lofoten durchfahren und auch die Inselgruppe von Vesteralen.

Auch zu dieser Jahreszeit haben die Hurtigruten Ihren besonderen Reiz. Wir hatten eigentlich um Mitternacht die beste Sicht, konnten die Sterne sehen, und die vom Mond angeleuchteten schneebedeckten Berge der Lofoten brachten für mich als Naturliebhaber bleibende Eindrücke.

Die Hurtigruten haben einen festen Fahrplan, haben in manchen Orten längeren Aufenthalt, in vielen Orten nur ganz kurzen Aufenthalt. So wurden in Stamstad auf den Lofoten nur ein Auto und 1 Palette mit Lebensmitteln ausgeladen.

Die Kabinen sind sehr klein, aber man hat alles was man braucht. Es wird auch von den Mitarbeitern der Hutigrouten als Arbeitsschiff bezeichnet. Das Essen ist regional und bietet vor allem die Spezialiitäten der arktischen Nordländer. Diese haben zwar mit ca 3 Monaten nur einen kurzen Sommer, aber die Früchte wie Kartoffeln, Gemüse und sogar Erdbeeren reifen hier viel schneller, da es ja im Juni, Juli kaum Nacht wird.

TROMSÖ - EISMEERKATHEDRALE

Gegen Nachmittag erreichten wir die nördlichste Universitätsstadt der Welt Tromsö. Die Stadt befindet sich auf einer Insel und ist mit 2 Brücken über den Tromsösund und dem Sandnessund mit dem Festland verbunden. Die Stadt hat inzwischen 70 000 Einwohner und wächst laufend. Besonders viele Menschen arbeiten in der Touristik. Inzwischen wir Tromsö schon jährlich von 140 Kreuzfahrtschiffen besucht. Die Stadt ist verkehrsmäßig sehr gut erschlossen, über ein Tunnelsystem gelangt man zu den beiden Brücken, die Tromsö mit dem Festland verbindet. Besonders beeindruckend die Brücke die zur Eismeerkathedrale führt. Diese ist das bekannteste Wahrzeichen der Stadt. Die Silhouette ähnelt einem Trockenfischgestell dieser Landschaft.

SOMMAROY - POLARLICHT, BUCKELWALE

Im 30 km entfernten Sommaroy wohnten wir in einem Holzhaus am Fjord. Dort wäre die Möglichkeit besonders gut gewesen das Polarlicht zu sehen. Leider konnten wir es aufgrund des schlechten Wetters nicht sehen. In diesem Fjord gibt es von November bis Januar auch Buckelwale zu sehen.

BERGEN - GRIEG-MUSEUM, HAUSBERG

Im letzten Teil unserer Reise ging es per Flugzeug mit SAS von Tromsö nach Bergen. Dort hatten wir auch unser Hauptseminar. Bergen wurde 1070 vom Wikingerkönig Olaf Kyrre gegründet und 1343 errichtete die Hanse hier die erste Handelsniederlassung im Stadtteil Bryggen. Die ehemaligen Kontore haben die Jahrhunderte überlebt. Heute nimmt das Hanseviertel Bryggen fast die gesamte Ostseite der Bucht Vägen ein und zählt zum UNESCO­ Weltkulturerbe. Ein bekannter Sohn der Stadt war auch der Komponist Edvard Grieg.

Mein Tipp: besuchen Sie das Grieg-­Museum und vielleicht können Sie im ehemaligen Wohnhaus von Grieg in Troldhaugen auch an einem kleinen Konzert wie wir teilnehmen.

Weiterer Tipp: Fahren Sie mit der Floyen Bergbahn auf den Hausberg, von dort haben Sie einen wunderbaren Blick auf die Metropole (Bild Gerd A.T. Mueller, Wikipedia CC BY-SA 3.0).

Zusammenfassend kann ich sagen, dass Norwegen von der Natur her gesehen, das atemberaubendste Land Europas ist. Im Sommer zur Mitternachtssonne ist die beste und teuerste Reisezeit. Im Winter hat man in Nordnorwegen von Dezember bis Januar das Problem, dass es kaum hell wird. Man bekommt aber bei vielen Hotels und speziell bei den Hurtigruten Rabatte von über 50 %.

Für Fragen zu Norwegen und auch zu allen anderen Naturfragen stehe ich als Naturfreak und Landwirtschaftsmeister gerne zur Verfügung.

Von Kurt Amslinger, Dezember 2014

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