skip to Main Content
Kostenlose Servicehotline:    Nürnberg:    +49 (0) 800 7 177 176   |Windsbach:     +49 (0) 800 7 177 177
Dominikanische Republik

Dominikanische Republik

Beitragsserien: Amerika
DOMINIKANISCHE REPUBLIK - GRAN BAHIA PRINCIPE CAYO LEVENTADO
ZUM REISEZIEL

Da war es wieder: das Ziehen und Kribbeln am ganzen Körper. Unsere Karibik ruft uns. Schon lange, etwa ein Jahr, waren wir nicht mehr dort – und werden von schlimmen Entzugserscheinungen geplagt. Es sind keine harten Fakten, an denen wir unsere Liebe zur Karibik festmachen können. Eher sind es Gerüche, der Wind, die Luftfeuchtigkeit. Flüchtige Stoffe, die uns trotz geschlossener Augen wissen lassen, dass wir wieder da sind. Die Karibik fühlt sich eben so an. Richtig, erfüllend und anmutig zugleich.

Also geben wir unserer Sucht nach und begeben uns wieder an den Ort unserer Sehnsucht. Obwohl wir schon viele Male auf der Dominikanischen Republik waren, entschieden wir uns für ein Inselchen vor der Insel – sozusagen Domi-light.

Cayo Levantado („Bacardi“-Insel) ist ein kleines Eiland vor der Halbinsel Samaná, also der Atlantikseite hin zugewandt. Auf diesem winzigen Eiland wurde 2006 das exklusive Resort Gran Bahia Cayo Levantado gebaut. Dazu später mehr.

DIE ANREISE

Unser Abflug war am 27.10.2011 nach Santo Domingo um 23.55 h mit der Condor. Für diesen Urlaub hatten wir uns die Comfort-Class gegönnt. Da ich grundsätzlich im Flugzeug nicht schlafen kann, habe ich hier wenigstens nette Unterhaltung während des Fluges – dachte ich. Die Wartezeit auf den Flug wurde uns sehr lang gemacht. Die Lufthansa-Lounge schließt um 22.30 h. Danach gibt es im ganzen Flughafen nur noch sehr vereinzelt gastronomische Möglichkeiten. Mangels Alternativen gingen wir sehr früh in den Wartebereich beim Gate. Dieser war hoffnungslos überfüllt und wir konnten uns nicht einmal setzen. Wenigstens hatten wir hier in dergestalt Unterhaltung, dass eine Gruppe von Dominikanischen Damen sich lautstark unterhielt. Und wenn ich meine lautstark, dann meine ich laut. Die einzelnen Sätze trafen wie eine Salve Maschinengewehrfeuer ihre unschuldigen Opfer. Mit ein klein wenig Verspätung konnten wir glücklich, aber mit einem leichtem Tinnitus im Ohr, das Flugzeug betreten. Begrüßungs-Sekt wurde gereicht und dann meldete sich der Pilot gleich mit einer Horror-Meldung: „Leider ist das gesamte Bord Entertainment Programm ausgefallen. Es tut uns schrecklich leid. Dafür gibt es alle alkoholischen Getränke frei“. Na toll, dachten wir. Und wirklich wurde später im Verlauf des Fluges nach einem Arzt im Flugzeug gesucht. Ob dies mit der feien Alkoholauswahl zusammenhing, blieb uns verschlossen.

Gedanken kamen mir in den Sinn: „Wenn in einem hoch komplexen System wie einem Flugzeug die gesamte Unterhaltungselektronik ausfällt, ist die sicher mit anderen Systemen gekoppelt. Denn wenn in meinem Auto der linke Blinker Probleme macht ist irgendwie auch die Zündungsfolge der Zylinder mit betroffen“. Leider sollte ich Recht behalten, denn nach 10-stündigem Flug fingen wir an über Santo Domingo zu kreisen. Wie sich später herausstellte wollten die Landeklappen nicht ausfahren. Irgendwie hatte die Crew es dann hinbekommen. Sehr zum Leidwesen der Passagiere, die weiter in der gleichen Maschine nach Panama weiterflogen. Wir durften raus. Karibische Luft umschmeichelte uns am frühen Morgen.

ANKUNFT IN DER KARIBIK

Diverse Dokumente waren auszufüllen. Touristenkarte, Zolldeklarationen, etc. Man hatte echt zu tun. Endlich standen wir am Gepäckband und warteten. Unsere Koffer kamen leidlich schnell. Wir hatten direkt über das Hotel einen Privattransfer nach Samaná gebucht. Ein vertrauensvoller Taxifahrer sollte vor dem Flughafen mit unseren Namen auf einer Tafel auf uns warten. Ich war skeptisch, kenne ich doch die lieben Dominikaner aus diversen anderen Urlauben. Meine Frau war hier viel zuversichtlicher – und sie sollte Recht behalten. Da stand er, mit einem riesigen Blatt Papier in der Hand mit unser beider Namen darauf. Das Auto, fast ein Neuwagen und ebenfalls riesig. Los ging’s. 2,5 Stunden auf der nagelneuen Autobahn, die Santo Domingo direkt mit Samaná verbindet. Unsere Autobahnen könnten sich teilweise ein gutes Stück davon abschneiden, so gut ist diese neue Autobahn. Gebaut von einem Spanischen Unternehmen, das 30 Jahre die Maut dafür kassieren darf. Danach gehen die Rechte komplett an den Dominikanischen Staat. Hoffentlich ist die Strecke dann immer noch so gut in Schuß…

Die Fahrt war dank der tollen Autobahn ein Kinderspiel. Da meine Frau fließend Spanisch spricht, hatten wir jetzt die Bordunterhaltung, die auf dem Hinflug fehlte. Beide genossen den regen Austausch sichtlich. Wir kamen überpünktlich in Samaná Der erste Check-In fand noch auf dem „Festland“ statt. Dort erhielten wir erste Unterlagen und unsere Koffer wurden bereits an den Steg gebracht. Kurze Wartezeit und schon kam das Boot, das uns zu unserem eigentlichen Urlaubsziel bringen sollte. Circa 10 Minuten dauerte die launige Bootsfahrt zur Cayo Levantado.

ZUM HOTEL GRAN BAHIA PRINCIPE CAYO LEVANTADO

Gelungene und nette Begrüßung in der Hotel-Lobby mit einem leckeren Begrüßungstrunk. Wir wurden gleich in die „Intima“ des Hotels eingeweiht. Leider war unser Zimmer noch nicht fertig. Aber – kein Problem, wir bekamen sofort ein Zimmer im Haupthaus, um uns frisch zu machen. Gleich unter die Dusche und Badeklamotten an.

Wir gingen sofort auf Erkundungstour folgten den aufgestellten Wegweisern. Die Anlage ist recht weitläufig und wird mit einem irrsinnigen Aufwand permanent gepflegt. Wir hatten den Eindruck, dass fast jede Palme die Fasern einzeln gelegt bekommt. Richtig toll. So landeten wir an unserem ersten Tag am „unteren“ Pool. Nach einigen Runden im Wasser waren wir doch dann rechtschaffen müde, ein kleines Nickerchen am Pool ist auch nicht zu verachten.

Als wir erwachten, konnten wir unser neues Zimmer beziehen. Wir bezogen eine wundervolle Junior Suite Superior mit fantastischem Blick auf das Meer. Auf dem Balkon eine tolle Sitzgelegenheit mit Sofa und superbequemen Sessel. Der Innenraum echt groß. Tolles Bett, klasse Matratzen, zum Badezimmer hin eine Sichtscheibe. Separates WC und Dusche. Jacuzzi und ein großer Waschtisch. Minibar, Bügeleisen, Kaffeemaschine, LCD-Fernseher – alles vorhanden. Die Zimmer sind wirklich sehr geräumig, wenn auch die Innenausstattung typisch dominikanisch recht dunkel gehalten ist.

Wie gesagt, ist die Hotelanlage recht weitläufig. Fußfaule (wie ich) freuen sich über den gebotenen Taxi-Service. Einfach an der Rezeption anrufen, und so ein kleines Autochen kommt gebraust und bringt einen an jede beliebige Stelle im Hotel.

ZUM STRAND

Unser Lieblingspool war der „obere“ Pool. Hier sieht die Anlage wirklich nach den verdienten 5 Sternen aus. Der untere Teil wirkt dagegen etwas lieblos. Aber das ist hier schon meckern auf sehr hohem Niveau.

Der Strand hat uns ein wenig enttäuscht. Eigentlich sind es zwei Strände. Der Eine öffnet sich zum offenen Meer uns ist recht stürmisch, die See rau. Der etwas ruhigere Strand liegt in einer kleinen Bucht. Mangroven wachsen bis ins Wasser. Ich hätte mir hier etwas mehr Großzügigkeit der Landschaft gewünscht. Im Wasser liegen bald größere Felsen, wenn man weiter hinein geht.

Was uns etwas desillusionierte, war der sogenannte Bacardi-Strand im öffentlichen Teil der Insel. Ja, es ist irgendwie schon ein schöner Strand, aber zugebaut mit Liegen von vorne bis hinten. Und die lange Anreise der Tagesausflügler von der Nordküste bis hierher lohnt sich aus unseren Augen nicht. Auch landen hier die großen Kreuzfahrtschiffe an und Massen an Menschen ergießen sich dann an diesen Strand.

Entsprechend touristisch ist dann auch die Infrastruktur. Morgens vor dem Rush und abends danach ist es dann hier am schönsten. Hier findet dann auch allabendlich die vom Hotel veranstaltete Strand-Disco statt.

DIE RESTAURANTS

Toll ist, dass die beiden Ebenen des Hotels mit einem Außenfahrstuhl verbunden sind. Man kann also den Ausblick von oben bis nach unten vollends genießen.

Das Hotel verfügt über ein Hauptrestaurant und drei Spezialitäten-Restaurants. Diese können über einen separaten Schalter gebucht werden. Im Hauptrestaurant werden auch Frühstück und Mittagessen gereicht. Mittagessen kann auch am unteren Poolbereich eingenommen werden. Die AI-Leistung des Hotels ist wirklich gut bis sehr gut.

Wenn wir schon bei den Restaurants sind: Das Essen im Hauptrestaurant ist sehr vielseitig und immer in Buffet-Form. Natürlich sind die Nudeln immer etwas latschig, aber wie soll das bei einem Buffet auch anders funktionieren. Man ist permanent bemüht ein möglichst breites Spektrum an Speisen zu bieten, damit für die unterschiedlichsten Geschmäcker immer etwas dabei ist. So gab es an einem Tag Kaviar, was die russischen Gäste in wahre Glückzustände versetzt hat.

Von den drei Feinschmecker-Restaurants haben wir zwei besucht. Das Mediterrane und die Königsklasse, das „Don Pablo“. Letzteres gleich zweifach. Wir waren wahrlich schon oft auf der Dominikanischen Republik in unterschiedlichsten Hotels, aber solch eine Küche durften wir hier in diesem Land noch nicht genießen. Garzeiten auf den Punkt, alle Speisen im richtigen Aggregatzustand, hübsch angerichtete Teller – nur der zum Essen gereichte Wein war der gleiche wie im Hauptrestaurant. Aber wir können nur sagen: „Hut ab, weiter so“. Leider hat es an unserem letzten Abend im Don Pablo so arg geregnet, dass wir trotz Fahr-Service nur triefend und tropfend im Restaurant ankamen. Zum Glück hatten wir Handtücher mitgenommen, und konnten so schlimmste Überschwemmungen im Restaurant vermeiden.

Auch das Mediterrane hat versucht uns nach aller Kochkunst zu beglücken, blieb aber nach meinem Geschmack deutlich hinter dem Don Pablo zurück.

DIE GESELLSCHAFT

Die Gästestruktur ist sehr international. Viele Engländer, Schotten, Amerikaner, Russen und auch Deutsche. Durch unseren Daueraufenthalt am oberen Pool im Daybed (Klasse!), mit ausreichender Beschattung und natürlich der Nähe zur Bar, lernten wir sehr schnell nette Leute kennen. So verbrachten wir unsere Tage wie Amphibien immer im und am Wasser mit netten Gesprächen. Wie schon erwähnt spricht meine Frau fließend Spanisch, was die Nähe zu allen Mitarbeitern im Hotel sehr gefördert hat. So hatten immer die gleichen Kellner und Bedienungen versucht uns zu bedienen, da wir immer für einen netten Gag zu haben waren.

Auch ein englisches Pärchen suchte Anschluss, sodass wir abends immer in illustrer Runde zusammensaßen und in drei Sprachen die karibischen Nächte genossen.

Gerade an dem Abend, an dem uns ein Freund aus Deutschland im Hotel besuchte, passierte der Bedienung ein kleines Missgeschick. Die Reste sämtlicher Gläser auf ihrem Tablett landeten auf meinem Polohemd und meiner Hose. Ein echt klebriges Gemisch. Statt sich jedoch gleich zu entschuldigen und für Reinigungsmaterial zu sorgen, verschwand die Gute und überlies die Beseitigung und Reinigung des Chaos uns. Grundsätzlich kein Problem, wir hätten uns nur ein anderes Vorgehen gewünscht. So nahmen wir uns vor am nächsten Tag mit dem Hotelmanager zu sprechen, was wir auch taten. Nicht vor dem Hintergrund des ewig meckernden Deutschen, der jemandem etwas „reinwürgen“ will, sondern mit der Intention, die Situation und das Verhalten der Personals für die Zukunft zu optimieren. Schließlich ist das Hotel ja keine billige Absteige. Der Hotelmanager hörte sich alles an, erklärte uns auch dass die junge Dame gerade im Trainee-Programm sei und dass er dankbar für solch eine konstruktive Kritik sei. Nur so lassen sich die Prozesse im Hotel verbessern.

DIE ABREISE

Leider, leider kam auch hier das Ende unseres Urlaubes viel zu schnell. Gerne hätten wir noch einige Tage in diesem tollen Hotel verbracht. Die letzten Stunden vor unserer Abreise verbrachten wir nochmals an unserem Lieblingsplatz im oberen Pool. So konnten wir frisch geduscht die Heimreise antreten. Unser Rückflug ging über Puerto Plata. Wir wurden wieder rechtzeitig von unserem Fahrer abgeholt und los ging die Fahrt nach Puerto Plata zum Flughafen. 3,5 Stunden sollte die Fahrt dauern. Unterwegs hielten wir ein paar Mal um Rum und sonstige dominikanische Produkte in den Supermärkten zu kaufen.

Wir kamen superpünktlich am Flughafen an, checkten problemlos ein und freuten uns auf den Rückflug in der Comfort-Klasse. In der Comfort-Class sind normalerweise frische Rosen an den Sitzen befestigt. Auf dem Rückflug fehlten diese und ich sagte im Spaß zu unserem Purser: „Ich vermisse unsere Röschen so sehr …“. Er erklärte uns warum keine an den Sitzen seien und brachte uns im weiteren Verlauf des Fluges sämtliche Röschen in einer Plastiktüte, die sich noch an Bord befanden. Was für ein Service von der Condor. Danke auch dafür!

DAS FAZIT

Das Hotel Gran Bahia Principe Cayo Levantado ist ein tolles Hotel mit großen Zimmern und einer wirklich schönen Pool-Anlage. Das AI-Konzept hat uns hier überzeugt. Würde es nicht noch so viele attraktive Urlaubsziele auf diesem Planeten geben, würden wir sicher wieder gerne hier nach Samaná kommen. Aber wer weiß – vielleicht sind wir schneller wieder da als man glaubt. Wollen wöllten wir jedenfalls. Wie heißt es doch so schön – „Hasta pronto!“.

Ein Reisebericht Ihrer Reisefundgrube GmbH von Ines Cabrera & Partner. Rufen Sie mich an und ich informiere Sie ausführlich: Tel. 0800 – 7 177 178.

Von Ines Cabrera, November 2011

Back To Top