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Beitragsbild Neu Nil

Nil-Kreuzfahrt, VIP-Reise

Beitragsserien: Afrika
NIL - KREUZFAHRT, VIP-REISE
DIE ANREISE

Aufstehen 3:30 – es könnte Schnee geben, Ankunft in Hurghada nach ca. 4 Stunden gegen Mittag – traumhaft, ohne Verspätung in einer Supermaschine, gutes Essen, toller Service. Der Wintermantel ist lästig für die lange Wartezeit am Ziel. Was machen die, wenn nicht nur eine Maschine ankommt? Na endlich, der erste Bakschischjäger! 10 Euro umgerechnet verlangt er eiskalt für das Verstauen des Koffers im Bus und wird auch noch pelzig, als er sie nicht bekommt.

Neben meinem Kopf schwebt bedrohlich ein Surfbrett, das noch schnell in den Bus gestopft wurde. Ungefähr 4 Stunden Transfer durch die Wüste standen uns bevor. Prima dachte ich, dann sind wir spätestens um 6 Uhr auf unserem Schiff. Aber leider hatte ich weder an den Aufenthalt im Hotel der Nur-Badegäste, noch an deren sofortige Reklamation, noch an den Weitertransfer dieser Kunden, noch an die Mitnahme weiterer Badegäste zum Kreuzfahrschiff gedacht.

DAS ERSTE HOTEL

Der erste Hotelaufenthalt war ein Albtraum. Nicht einmal gratis würde ich in so einem Schuppen bleiben. All-inklusive von der billigsten Art und der gesamte Hotelbereich bevölkert von jugendlichen Einheimischen, deren laute Artikulation schon nervte, ganz zu schweigen von der Handysucht. Nicht zu vergessen die Lage des Hotels an einer Schnellstraße in der Wüste und stacheldrahtverhauter Militärstation. Am schmutzigbraunen Strand saßen dann nur schwarzverhüllte fette Arabermuttis mit ihrem Nachwuchs. Zu meiner errechneten Ankunftszeit sind wir dann endlich im Konvoi losgefahren unter der Dröhnung eines absolut albernen Videos.

DIE ERSTE UNTERKUNFT - LUXOR

Endlich – Luxor – ein faszinierender Anblick bei Nacht. Endlose Reihen von Nilkreuzschiffen jeder Kategorie, bis zum verrostenden Wrack eines halben Sterns. Beruhigt über die 5 Sterne unseres VIP-Vouchers lehnte ich mich entspannt zurück.

Gegen 24.00 Uhr saßen wir immer noch in der Empfangshalle, in der alle anderen wahrscheinlich schon schliefen und beschäftigten 2 Fremdenführer mit unserer Unterbringung. Weder ein Hotel noch eines der vielen Schiffe hat angeblich eine Übernachtungsmöglichkeit für uns. Der Pegel meines Zorn glich inzwischen einem Puls von 200.

Nachdem wir 5 Hotels abgeklappert hatten, endlosen Telefonaten der beiden Reiseführer, die eigenartigerweise nie sofort sagen konnten, ob eine Nacht zu belegen ist oder nicht, war plötzlich, oh Wunder, eine Schiffskabine zu haben. Ich glaube, es war inzwischen 1.00 Uhr.

Und wieder die Auswirkungen eines VIP-Scheins! Das verdammte Schiff hätte mit Mühe und Not 2 Sterne bekommen. Unsere Kabine lag unter der Wasserlinie, und nicht nur das Benzin war scheinbar beim Tanken es Seelenverkäufers ausgelaufen, sondern auch mein Haarwaschmittel hatte meine spärlich bemessenen Dessous eingeweicht. Da war es mir egal, ob die Kabinentür so undicht war, dass man sie hätte einsparen können. Ich explodierte und die stoische Ruhe meines Mannes ließ meine Stimmbänder gewaltig anschwellen. Danach schlief ich erschöpft ein.

WECHSEL DES SCHIFFS

Und wieder die Auswirkungen eines VIP-Scheins! Das verdammte Schiff hätte mit Mühe und Not 2 Sterne bekommen. Unsere Kabine lag unter der Wasserlinie, und nicht nur das Benzin war scheinbar beim Tanken es Seelenverkäufers ausgelaufen, sondern auch mein Haarwaschmittel hatte meine spärlich bemessenen Dessous eingeweicht. Da war es mir egal, ob die Kabinentür so undicht war, dass man sie hätte einsparen können. Ich explodierte und die stoische Ruhe meines Mannes ließ meine Stimmbänder gewaltig anschwellen. Danach schlief ich erschöpft ein.

Runter vom Schiff mitsamt den Koffern, rein ins Taxi, zurück nach Luxor – Mittagessen. Rein ins Taxi, eine Stunde Wartezeit an der Konvoi-Sammelstelle und mit Karacho zu den Schleusen.

ENDLICH ANGEKOMMEN - BESICHTIGUNG EDFU

Obwohl angeblich schon alles geklärt war, dauerte es 1 Stunden, bis wir – über den Kai mit kinderkopfgroßen Steinen belegt – balancierend mit unseren Koffern über einen schwankenden Schiffssteg unser Kabine beziehen konnten. Ich war überglücklich! Wir besichtigten dann den imposanten Tempel von Edfu, fuhren mit der „Kalaisch“ – auf deutsch einer Kutsche – dorthin. Am Abend waren wir schon in Kom Ombo, wieder ein sehr schöner Tempel.

NÄCHSTER TAG - ASSUAN, LUXOR, KARNAK-TEMPEL

Am nächsten Morgen erreichten wir Assuan. Dort legte unser Schiff 2 Tage an. Wir besichtigten den Nasserhochstaudamm, den unvollendeten Obelisken und des Tempels von Philae.Außerdem machten wir eine Feluckenfahrt zu den botanischen Gärten. Am nächsten Tag flogen wir zu von Assuan zu dem imposanten Tempel von Abu Simbel.

Am Rückweg besuchten wir noch Luxor und den Karnak-Tempel sowie auf der Westseite den Hatschepsuttempel und das Tal der Könige.

DIE ABREISE

Bis auf eine Nichtigkeit war endlich Urlaub! Unser Kapitän rammte einen Kollegen! Jeder der schon einmal in diesem Teil der Welt war, weiß, dass in machen Dingen die Uhr dort anders geht.

Es dauerte Stunden, bis die Kontrahenten ihre Diskussion, wasserpfeiferauchend am Ufer, sitzend im Dreck, beendet hatten. Dadurch waren wir natürlich zu spät an der Schleuse, und zu spät, um mit Schiff das nächste Ausflugsziel zu erreichen. Und es dauerte Stunden, bis endlich die Entscheidung fiel, dass wir den Rest mit dem Bus transportiert wurden, um natürlich auch unseren Rückflug zu erreichen.

DAS FAZIT

Fazit! Es war eine äußerst interessante Reise, mit durchaus amüsanten und positiven Erlebnissen. Man muss es gesehen und erlebt haben, aber vielleicht nicht gerade als 5 Sterne VIP, der für die Reise nicht bezahlen musste – eventuell war das unser Problem.